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27.01.12 Regionalität als Motor der Entwicklung
Pro agro als Verband zur Förderung des ländlichen
Raumes in Brandenburg unterstützt seit 1992 Regionalinitiativen bei der
Vermarktung der Produkte in Berlin und Brandenburg.
Regionalität ist jedoch schwer zu definieren. Das Augenmerk
ausschließlich auf die Herkunft der Zutaten aus der Region zu legen, hält pro
agro für unzureichend, zumal es keine einheitliche Definition für das Gebiet
gibt, das als Region bezeichnet wird. Gerade auch bei unverarbeiteten
Lebensmitteln, wie Tomaten oder Äpfel kann eine Marke auch überregional eine
regionale Wertschöpfung induzieren, so pro agro.
Außerdem mangelt es in den östlichen Bundesländern
oftmals an Verarbeitungsstätten, weswegen nicht alle Arbeitsschritte auch in
der Region durchgeführt werden können. Und wie verhält es sich bei der
Verwendung von exotischen Gewürzen?
Zahlreiche Regionalmarken existieren in Deutschland,
die unterschiedliche Kriterien und Schwerpunkte für ihre Produkte festgelegt
haben. Diese Vielfalt wird von den Verbrauchern anerkannt und mit einer Kaufentscheidung
belohnt, sagen die Regionalexperten in
Brandenburg.
Daher könne eine gesetzliche Regelung für die
Verwendung von Regionalmarken bei Lebensmitteln die Vielfalt der
Regionalinitiativen behindern. Gewinner wären die Regionalmarken der Händler.
Roland Krieg
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