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22.08.11 Naturland
verbietet Nanomaterialien
Ab
Herbst 2014 müssen verwendete Nanoteilchen auf der Lebensmittelverpackung
aufgeführt werden. Die kleinsten der Moleküle sind umstritten, weil es kaum
abschließende Risikobewertungen gibt. Wenn sie, wie beispielsweise Nanosilber
für eine bessere Hygiene zugesetzt werden, dann offenbart sich dem
Bundesinstitut für Risikobewertung kein tatsächlicher Zusatznutzen.
Der
Öko-Verband Naturland hat sich jetzt entschieden auf Nanomaetrial in
Lebensmitteln und Kosmetika zu verzichten. Mit einer Übergangsfrist bis 2012
dürfen dann auch in Verpackungen mit dem Naturland-Siegel keine Nanomaterialien
mehr vorhanden sein. Der Verband will damit Klarheit für die Verbraucher
schaffen. In Kosmetika hatte Naturland die Verwendung bereits im Jahr 2009
untersagt.
„Die Risikoforschung zeigt, dass
Nanoteilchen äußerst mobil sind und sich schnell im Wasser, Boden oder der Luft
anreichern können. Nanopartikel können ungehindert Zellwände durchdringen und
sich im Blutkreislauf oder in den Organen von Menschen anreichern. Sollte sich
in langfristig angelegten Studien zeigen, dass Nanotechnologie keine Gefahr für
Mensch, Tier und Umwelt darstellt, muss die Richtlinienvorgabe neu bewertet
werden“, so Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender von Naturland.
Lesestoff:
www.naturland.de -> Verbraucher
roRo
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